Biotechnologie direkt erleben

Die projektbegleitenden Wissenschaftler veranschaulichen in geführten
Ausstellungsrundgängen Grundlagen, Berufsfelder, Forschungs- und An-
wendungsgebiete der modernen Biotechnologie. FOTO: Wochenpost

STADTLOHN. Von Donnerstag bis Samstag, 18. bis 20. Mai, ist auf dem Schulhof der Herta-Lebenstein-Realschule in Stadtlohn die Initiative BIOTechnikum des Bundesforschungsministeriums zu Gast.
Wirksame Medikamente, moderne Werkstoffe für die Industrie oder einfache Dinge des täglichen Lebens wie Nahrungs- und Waschmittel - das sind Produkte, bei denen kaum jemand an die Biotechnologie denkt. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zeigt das mobile Labor der Initiative „BIOTechnikum" beim Tour-Stopp in Stadtlohn, dass biotechnische Methoden inzwischen aber in viel mehr Branchen zum Einsatz kommen als den meisten Menschen bewusst ist. Schülerinnen und Schüler, die wissen wollen, was genau die Biotechnologie überhaupt ist, wie in einem Labor gearbeitet wird und in welchen Branchen sich gute Karrierechancen bieten, können sich informieren.
Unter dem Motto „Erlebnis Forschung" eröffnet der auffällige Biotech-Truck auf zwei Ebenen leicht verständliche Einblicke in die Biotechnologie und damit auf Bestandteile und Vorgänge des Lebens, die aufgrund ihres winzigen Maßstabs meist im Verborgenen ablaufen. Gezeigt wird, welche Bedeutung der lebenswissenschaftlichen Forschung schon heute in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Umwelt zukommt und welche Chancen der Fortschritt auf diesem Gebiet für die Zukunft verspricht.
Im mobilen Ausstellungs- und Experimentierraum arbeiten angemeldete Schulklassen mit Zentrifugen, Pipetten und anderen professionellen Laborgeräten. Erste Laborluft schnuppern können die Fünftklässler der Realschule im „Kleinen Käselabor", wenn sie selbst mit Hilfe von Milch, Enzymen und Salz frischen Käse herstellen. Die älteren Schüler lernen, wie sie die DNA, den sogenannten „Faden des Lebens", aus E. coli-Bakterien isolieren und sichtbar machen können. Bei geführten Rundgängen durch die mobile Ausstellung lernen die Jugendlichen die Ursprünge und verschiedene aktuelle Anwendungsfelder der Biotechnologie kennen.
Neben den Veranstaltungen für angemeldete Schulklassen sind anlässlich des Roboterwettbewerbs der WRO (World Robot Olympiad) am Samstag, 20. Mai, auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem Besuch im mobilen Labor eingeladen. Während der „Offenen Tür" von 9 bis 16 Uhr steht das BIOTechikum allen Forschernaturen offen, die sich in der Ausstellung oder im Gespräch mit den Wissenschaftlern Dr. Tim Fechtner und Dr. Judith Flurer informieren. Die beiden Diplom-Biologen beantworten sowohl individuelle als auch allgemeine Fragen rund um die Forschungs- und Anwendungsgebiete im Bereich der Biotechnologie. Der Eintritt ist frei.

aus der Wochenpost vom 17. Mai 2017

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