Ein Atelier für Lebensfarben

Amrei Wies (vorn l.) und Petra Wewering
leiten das Projekt Lebensfarben. Foto: MLZ

STADTLOHN Klar, Marina Yalda freut sich erst einmal auf die Sommerferien. Doch die 13-jährige Realschülerin sieht jetzt schon einen Grund, sich auf das neue Schuljahr zu freuen. Das Kunstprojekt „Lebensfarben" geht in eine neue Runde: mit zwei Schulen statt einer, mit zwei Künstlerinnen statt einer und erstmals einem eigenen Atelier mitten in der Stadt.
Gestern haben die Künstlerinnen Petra Maria Wewering und Amrei Wies rund 360 Sechst- und Siebtklässlern in der Herta-Lebenstein-Realschule und in der Losbergschule neugierig gemacht.
„Ich will auf jeden Fall wieder mitmachen", sagt Marina Yalda (Foto), die bereits an der vorangegangenen Runde AG „Lebensfarben" außerhalb der Unterrichtszeit teilgenommen hat. „Wir haben Holzblöcke bearbeitet und Leinwände bemalt. Am meisten Spaß aber haben die Graffitis gemacht."
Freude an der Kreativität steht auch in der dritten Runde unter dem Motto „Ich bin hier" an erster Stelle. Den Initiatoren des Projekts, das von vielen Projektpartnern getragen wird, geht es aber auch um inhaltliche Tiefe: Herkunft, Identität, Entwicklung und Respekt sind die vier Themenschwerpunkte.
Viele Kooperationspartner
Kooperationspartner sind die Stadt Stadtlohn, das SMS-Stadtmarketing, die Jugendkulturwerkstatt, der Heimatverein sowie der Verein der Eltern und Freunde der Herta-Lebenstein-Realschule. Eine finanzielle Förderung steuert der Paritätischen Wohlfahrtverband aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bei.
Montag- und mittwochnachmittags werden sich die jungen Künstler der Haupt- und Realschule in gemischten Gruppen im Atelier treffen, das in einem leer stehenden Ladenlokal an der Eschstraße 23 (vormals Hänser-Diehl) eingerichtet wird. In den Schaufenstern können sich alle Stadtlohner laufend ein Bild von den künstlerischen Fortschritten machen. Zum Herbstmarkt und zum Weihnachtsmarkt wird das Atelier auch für die Öffentlichkeit geöffnet.
Jetzt muss Marina Yalda so wie alle anderen jungen Künstler nur noch auf etwas Glück hoffen. Denn von jeder der beiden Schulen können maximal jeweils nur 16 Schüler mitmachen.

aus der Münsterland Zeitung vom 12. Juli 2017

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