Das Auge unter die Lupe genommen

Die Schüler testen eifrig mit Simulationsbrillen, wie man sieht, wenn
man an einem Grauen Star erkrankt ist. FOTO HLR

STADTLOHN. In den vergangenen Wochen hatten sich Schulklassen der Herta-Lebenstein Realschule im Physikunterricht mit dem Thema „Auge und Wahrnehmung" beschäftigt. Dass ein Auge vergleichbar mit einem konventionellen Fotoapparat ist, hatte die Schüler bereits erstaunt.
Um den Praxisbezug zu vertiefen, wandte sich Physiklehrer Manfred Schlosshan an das Augen-Zentrum-Nordwest mit der Frage, eine praktische Schulstunde zum Auge für die Klassen zu unterstützen. Spontan erklärte sich der Arzt Philip Al-Romhein aus der Augenpraxis Ahaus bereit. So entstand eine lebhafte Unterrichtsstunde, in der Al-Romhein Einblicke gab, was, wie und wieso beim Besuch einer Augenarztpraxis alles untersucht wird.
Großes Interesse fand dann auch der Aufbau der Sehbahn, die dafür sorgt, dass das, was der Mensch sieht, im Gehirn weiterverarbeitet wird. Wenn zum Beispiel im Rahmen eines Schlaganfalles die Sehgrube im Gehirn betroffen ist, kann der Erkrankte zwar eine Kuchengabel sehen, aber nichts mit ihr anfangen. Zum Abschluss wurden auch die Berufsbilder wie Medizinische Fachangestellte, Optiker, Orthoptistin und Arzt erläutert, die in einer Augenpraxis bedient werden. Sowohl die Herta-Lebenstein-Realschule als auch das Augen-Zentrum-Nordwest sind sich einig, dass diese Kooperation wiederholt werden sollte.

aus der Münsterland Zeitung vom 25. Mai 2017

© 2017 Herta-Lebenstein-Realschule - Burgstr. 38-42 - 48703 Stadtlohn