Backstage beim Superstar

Aufregung an der Schule: Alle hoffen auf eine Backstage-Karte
für das große Coco-Konzert.  FOTOS: MLZ

STADTLOHN. 80 Superstars konnten am Dienstag in der Premiere des Musicals "Coco Superstar... und unsere Schule steht Kopf!" in der Stadthalle in Stadtlohn erlebt werden.
"Im Herbst 2015 hatten wir die Idee dazu. Mit Unterstützung der Kulturwerkstatt Stadtlohn und der Kollegen an der Losberg-Hauptschule, der St. Anna-Realschule, der Herta-Lebenstein-Realschule und dem Geschwister-Scholl-Gymnasium konnte die Idee umgesetzt werden. Dazu haben wir als Regisseur Roland Busch gewonnen", leitete Heinrich Dreier, Schulleiter des Gymnasiums, für seine Kollegen das Ereignis ein. Unterstützung kam zudem vom Rotary-Club Hamaland und von der Stiftung aktive Bürger. Das Lob Dreiers galt auch den 17 Schülern, die unerkannt, aber unüberhörbar unter der Leitung von Winfried Waschk auf der Empore der Stadthalle die Musik lieferten.

Die Schüler legten sich gesanglich ebenso wie schauspielerisch
und choreografisch ins Zeug. 

Nur eine Karte
Zum Inhalt: Das Konzert von Superstar Coco rückt näher und damit die Möglichkeit, dass ein Schüler eine Backstage-Karte bekommt - allerdings nur einer. Cocos Managerin (Leonie Hülscher) hatte das an der Schule verkündet. Kreischalarm der Mädchen war die Antwort, während die Jungen sichtbar am Verstand der Mädchen zweifelten. Die Pädagoginnen (Nele Schlottbohm, Lea Auffenberg, Marie Lammers) argumentierten unter der Führung ihrer Direktorin (Maike Schlüter) und deren Vertreterin (Elena Frericks) streng nach den Regeln des Schulbetriebs.
"Ich werd' noch ganz verrückt" und "So wie sie" sangen die Mädchen, weiterhin belächelt von den Jungen, die sich mit ihren Käppis und der darüber gezogenen Kapuze als coole Jungs gaben. Doch so cool waren sie gar nicht, denn auch sie wollten gern einmal hinter die Kulissen schauen und Coco persönlich begegnen. Mit lockeren Sprüchen verbargen sie dieses Interesse - und hinter ihrem "Technikverstand", den Mädchen ja nicht hätten. Coco (Merle Robers) selbst erschien anfangs im Großformat im Musikvideo mit eindrucksvoller stimmlicher Leistung und später in der großen Spielschar auf der Bühne.

Die Leistungen auf der Bühne überzeugten.

Auswahl-Verfahren
Die Direktorin machte den Vorschlag, den besten Schüler zu schicken. Das fand die Schülerschar gar nicht so prickelnd. Es sollte nach Neigung gehen, weshalb die Gruppe der Naturwissenschaftler, der Sprachgenies, der Sportler und die kleinere Gruppe der Künstler wie in einer Castingshow auftraten. Doch auch das half nicht weiter. Letztlich sollte das Los entscheiden.
Allerdings kam es doch ganz anders. Der Hausmeister Herr Müller (Josefin Wittke) wurde mit seiner Arbeit nicht ohne persönlichen Grund zum Störfaktor der Casting-Aktion. Er hatte Geburtstag, und er hatte Kontakte zu den Coco-Musikern. Zusammen mit dem Hausmeister feierten sie eine große Party.
Jubelnder Applaus in der voll besetzten Stadtlohner Stadthalle war der verdiente Lohn für die vielen Superstars an den Instrumenten und auf der Bühne.
aus der Münsterland Zeitung vom 16. März 2017

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